Der Klassiker und ich
600 Bücher habe ich in meinem Leben gelesen, aber noch keine Zeile von Oscar Wilde. Jetzt, mit knapp 30, soll ich „Das Bildnis des Dorian Gray“ für meinen „Lovelybooks“-Lesekreis durcharbeiten – ein Roman, der – wie ich erfahre – zu den meistgelesenen der englischen Literatur gehört.
Meinem Vater, einem pensionierten Englischlehrer, imponierte bei seiner ersten Begegnung mit „Dorian Gray“ der Mut. Der Mut, in der prüden Zeit des Viktorianismus tabuisierte Themen wie Homosexualität und Hedonismus – zumindest indirekt – anzusprechen und dadurch einen Skandal auszulösen.
Ich hingegen beginne skeptisch mit der Lektüre, da ich fantastische Literatur noch nie leiden konnte – außer Harry Potter und der |
Oscar Wildes Idee, ein Porträt anstatt der eigenen Persönlichkeit altern zu lassen, bezeichne ich doch als fantastisch. Aber: sie haut mich um und fesselt mich.
Es ist Oscar Wildes literarischer Coup, der mich begeistert – die Erfüllung des Wunsches, ewig jung und unbefleckt zu bleiben und das gleichzeitige Zugrundegehen daran, die Gewissheit, seinen Verfehlungen niemals entrinnen zu können. Wilde zeigt mir also, dass das Leben einen doch immer einholt, egal was man tut. Trotz allem bleibt es wohl der letzte Roman, den ich von Wilde lesen werde. Warum? Ganz einfach: Er hat nur diesen einen geschrieben. Schade, Oscar, aus uns beiden hätte mehr werden können! Rezensionen zum Buch „Das Bildnis des Dorian Gray“ bei Lovelybooks. |
600 Bücher habe ich in meinem Leben gelesen, aber noch keine Zeile von Oscar Wilde. Jetzt, mit knapp 30, soll ich „Das Bildnis des Dorian Gray“ für meinen „Lovelybooks“-Lesekreis durcharbeiten – ein Roman, der – wie ich erfahre – zu den meistgelesenen der englischen Literatur gehört.


Hallo!
Ein schöner Artikel. Klein aber fein.
Doch es gibt auch noch Erzählungen von Oscar Wilde oder sein Werk: ” Ernst sein ist alles “.
In der Literatur müssen es ja nicht zwangsläufig immer Romane nur sein.
LG
Kia