Ist die digitale Piraterie bereits in der e-Book Industrie angekommen?
| Zuerst traf es die Musiklabels, gefolgt von der Filmindustire – nun berichtet das amerikanische Magazin Tech, dass die Piraterie digitaler Güter auch in der Buchbranche angekommen ist. Die Digitalisierung macht es möglich: Der Amazon Kindle beispielsweise, als digitales Buch-Lesegerät, benötigt die Buchinhalte als digitale Kopie beziehungsweise Textdatei. Hackern und anderen findigen Softwarespezialisten ist es möglich, diese Textdateien trotz Kopierschutz und anderer Sicherungsmechanismen an diese Kopien zu gelangen und sie dann ohne Lizenzgebühren im Internet ähnlich existierender Musik-Tauschbörsen in Umlauf zu bringen. Dies geschah nach Angaben des US-amerikanischen Technikmagazins Tech nun auch bei Dan Browns neuem Blockbuster “Lost Symbol”. Nehmen wir diesen Bericht etwas genauer unter die Lupe: Im September 2009 zeigte sich erstmals das Phänomen, dass von einem Buch in den ersten Tagen nach Verkaufsstart mehr digitale Exemplare als gedruckte Hardcover-Ausgaben verkauft wurden. Bereits nach weniger als 24 Stunden wurden erste illegale Kopien in Tauschbörsen gesicht. Dies führte dazu, dass innerhalb weniger Tage über 100.000 kostenlose Kopien geladen wurden. Experten zufolge wird auch in der Buchbranche eine so genannte Piraterieexplosion nicht ausbleiben. |
Tech-Prognosen zu Folge wird die zunehmende Einführung elektronischer Lesegeräte für Bücher der Branche einiges an Kopfschmerzen bereiten, was Fragen hinsichtlich Piraterie betrifft. So ist auch die Rede davon, dass e-books die Printausgaben kannibalisieren. Einige Autoren, unter anderem J.K. Rowling, haben es gänzlich abgelehnt, ihre Bücher als digitale Kopien zu verbreiten. Zum einen wegen der Angst um Raubkopien, aber auch wegen des intensiveren Gefühles ein Buch als Printversion in den Händen zu halten.
Aus den Fehlern der Musik- und Filmindustrie kann aber eine ganze Menge gelernt werden beziehungsweise wurde bereits viel gelernt. Dementsprechend hat die Buchbranche einige Vorteile, was die Schaffung von kundenfreundlichen Services und Diesntleistungen angeht. Nach Amazon-Berichten zu Folge haben digitale Lesegeräte einen entscheidenden Vorteil: Demnach werden Bücher auf dem Kindle 3.1 mal häufiger gelesen, als diese Titel vergleichsweise ohne digitale Geräte. Quelle: CNN Tech |

