Mobile-Marketing für Verlage und Buchhandel
| Technikaffine Zielgruppen warten auf wertvolle mobile Inhalte. Die Verbreitung von Smartphones geht auch in Deutschland immer weiter voran. Die technischen Daten der Handys, ihr Speicherplatz und die Auflösung der Kamera rücken immer weiter in den Hintergrund. Was ein erfolgreiches Gerät ausmacht, ist die Verfügbarkeit von Applikationen, Anwendungen, die einen Mehrwert für den Nutzer liefern. Je nach Betriebssystem sind für ein Smartphone viele oder nur wenige Anwendungen verfügbar. Marktführer mit über 100000 Apps für seine Geräte ist Apple. Sowohl auf dem iPhone als auch auf dem iPod Touch laufen die unterschiedlichsten Anwendungen, von der digitalen Wasserwage bis zum Pflanzenbestimmungstool. Das Google Betriebssystem Android wächst beständig und viele Apps, die es für Apple-Geräte gibt, werden auch für Android adaptiert. Natürlich ist die Verlags- und Buchhandelswelt schon jetzt von der Digitalisierung stark betroffen und so mancher fragt sich, wohin das alles noch führen soll. Doch bieten sich für die Buchbranche hier auch Chancen, den mobilen Trend für Marketing, Service und PR zu nutzen. Und sogar Inhalte lassen sich mit den neuen Tools verkaufen. Interessante Basisfunktionen, die sich für Applikationsentwicklungen nutzen lassen sind GPS, Strichcode-Scanner oder Bilderkennungssoftware. Bereits jetzt werden Strichcodescans für Preisvergleiche und mobile Bestellungen genutzt, das Unternehmen Checkitmobil.de bietet die Software für Preisvergleiche in Deutschland an. Aber nicht nur Preisvergleiche sind möglich, LovelyBooks bietet seid Mitte Oktober die LovelyBooks-Buchkompass App an, die Rezensionen aus der Buch-Community sofort auf das Handy transferiert. So können sich die Leser schon unterwegs ein Bild von einem Buch machen und die Meinung der Community einholen. Die Anwendung ist sowohl für Android oder iPhone Geräte kostenlos erhältlich. Wer zusätzliche Inhalte zu einer Marke, einem Buch oder eines Werbeplakats anbieten möchte, findet mit der Bilderkennungssoftware von Snaptell ein starkes Tool. Der Nutzer fotografiert beispielsweise ein Markenzeichen und wird von der Software auf eine Microsite des Unternehmens geleitet. Dort erhält er dann zusätzliche multimediale Inhalte. Das Erlebnisbedürfnis der Zielgruppen spielt hierbei eine große Rolle. Hier lassen sich zusätzliche Inhalte anbieten (Content Enrichment), denkbar wären Buchtrailer, Autoreninterviews oder Diskussionsrunden im Chat. Ungenannt blieben bisher die Möglichkeiten Kulturinteressierte mit den neuesten Informationen zu Lesungen, Literaturevents und Livestreams auszustatten. Der Kreativität der Verlage sind im Bereich Mobil-Marketing kaum Grenzen gesetzt. Mit den Anwendungen lassen sich die unterschiedlichsten Bereiche abdecken, ob Werbung, Service oder Content Enrichment. Einzige Bedingung für die Anwendungen ist, dass sie einen Mehrwert für die Kunden bieten und nicht nur platte Werbebotschaften tragen. Video unten: Die Möglichkeiten im Mobile-Marketing sind noch lange nicht ausgeschöpft. Aus dem Blog Leander Wattig, der über Trends in neuen und alten Medien berichtet. |
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Tags: Handy, iPhone, Marketing, Mobile, smartphone
Welche Buch-Apps sind schon verfügbar?
